3.1.2 Wissenschaftsbasiertes Arbeiten

Die Aufgabenwahrnehmung der BGE im Sinne eines wissenschaftsbasierten Verfahrens beruht auf einem offenen, wissenschaftlichen Diskurs und einem hohen Maß an Fachkompetenz und wissenschaftlicher Urteilsfähigkeit. Durch eine ergebnisoffene und selbstreflektierende Arbeitsweise wird ein Höchstmaß an Neutralität angestrebt. Die BGE ist der Nachvollziehbarkeit ihrer wissenschaftlichen Erkenntnisse verpflichtet. Daher werden Ergebniswege, relevante Zwischenergebnisse und die Grundlagen der Arbeit dokumentiert. Ausgehend von den konkreten Fragestellungen werden belastbare Ergebnisse mit dem Ziel der Reproduzierbarkeit erarbeitet. Die Ungewissheiten in Betrachtungen werden bewertet und die Bewertungsgrundlagen werden offen dargelegt, sofern dies gesetzlich zulässig ist. Die Qualitätssicherung der BGE, die an die jeweiligen Besonderheiten der Aufgabe angepasst werden, stellt sicher, dass die Arbeit wissenschaftlichen Ansprüchen gerecht wird. Neben der Kenntnis der naturwissenschaftlichen und technischen Mechanismen und Zusammenhänge sind sozial- und gesellschaftswissenschaftliche sowie rechtliche Aspekte Bestandteil der interdisziplinären Arbeit.

Grundlage für wissenschaftsbasiertes Arbeiten ist die fortlaufende Ermittlung und Berücksichtigung des aktuellen Stands von Wissenschaft und Technik. Durch das frühzeitige Aufgreifen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, technischer Innovationen und gesellschaftlicher Veränderungen können Kenntnislücken identifiziert und durch Forschung geschlossen werden.

Das Ziel des wissenschaftsbasierten Arbeitens ist eine effiziente, systematische Bearbeitung der Aufgaben nach hohen Qualitätsstandards. Daher möchte die BGE ihre fachliche und wissenschaftliche Kompetenz im Bereich Standortauswahl langfristig erhalten und sucht dazu nationale und internationale Kooperationspartner, bildet gezielt Netzwerke mit wissenschaftlichen Institutionen, engagiert sich intensiv in Gremien und Arbeitskreisen und beteiligt sich an nationalen und internationalen Forschungsprojekten. Aus offenen, wissenschaftlichen Fragestellungen wird eine strategische Forschungsplanung zur Umsetzung des Standortauswahlverfahrens entwickelt, die entweder durch Eigenforschung oder durch die Vergabe an externe Forschungsnehmer umgesetzt wird. Die Ergebnisse werden, soweit möglich, über ein Peer-Review in Fachjournalen publiziert, um die hohe Qualität der Forschungsergebnisse zu sichern und zu erhalten.

Die allgemeinverständliche Vermittlung wissenschaftlicher Ergebnisse ist stets das Ziel. Daher legt die BGE ihre wissenschaftlichen Ergebnisse auch der interessierten Öffentlichkeit dar. In der Kommunikation der Ergebnisse werden auch die Grenzen des gegenwärtigen Erkenntnisstandes und bestehende Ungewissheiten aufgezeigt.