3.1.4 Grundsatz der Reversibilität

Das Standortauswahlverfahren ist nach Maßgabe der §§ 12 ff. StandAG reversibel (§ 1 Abs. 5 S. 1 StandAG). Die Reversibilität stellt gemäß § 2 Nr. 5 StandAG die Möglichkeit der Umsteuerung im laufenden Verfahren zur Ermöglichung von Fehlerkorrekturen dar. Ein Umsteuern im laufenden Verfahren kann z. B. aufgrund neuer und vorteilhafter technischer Möglichkeiten oder Anpassungsbedarfes des ursprünglichen Plans erfolgen (BT‑Drs. 18/11398, S. 48).

In der Begründung zum StandAG wird ausgeführt, dass die Definition zur Reversibilität entsprechend der Empfehlung der Endlagerkommission eingeführt wurde. Die Endlagerkommission zählt zur Reversibilität auch die Möglichkeit von Rücksprüngen im laufenden Standortauswahlverfahren (K-Drs. 268, S. 235).