4.4.5 Ergebnisse der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien

Die Ergebnisse aus der Anwendung der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien sind im Bewertungsmodul detailliert dokumentiert. Bei der Anwendung der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien wurden die generischen Endlagerkonzepte aus  BGE (2020am)  in ausreichender Tiefe bei der Bewertung berücksichtigt. Eine Ausgabe dieser Ergebnisse erfolgt in Berichtsform. Diese Berichte sind Teil der untersetzenden Unterlage „Teilgebiete und Anwendung der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien gemäß § 24 StandAG“ (BGE 2020k).

Wie bereits in Kapitel 4.4.3 aufgeführt, erfolgte die Anwendung der in den Anlagen 1, 5 bis 10 (zu § 24) StandAG aufgeführten Kriterien auf die identifizierten Gebiete mit Hilfe der wirtgesteinsspezifischen Referenzdatensätze (BGE 2020b). Die Bewertung des in der Anlage 3 (zu § 24 Abs. 3) StandAG benannten Abwägungskriteriums erfolgte für identifizierte Gebiete im kristallinen Wirtsgestein ebenfalls auf Basis des entsprechenden Referenzdatensatzes (BGE 2020b). Ferner erfolgte die Bewertung des Kriteriums zur Bewertung der langfristigen Stabilität der günstigen Verhältnisse, welches in der Anlage 4 (zu §24 Abs. 3) StandAG normiert ist, für identifizierte Gebiete in steilstehenden Steinsalzen mit Hilfe eines Referenzdatensatzes (BGE 2020b).

Die Ergebnisse aus der Anwendung der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien der Anlagen 2 und 11 (zu § 24) StandAG auf die identifizierten Gebiete sind in detaillierter Form der untersetzenden Unterlage „Teilgebiete, Anwendung geowissenschaftlichen Abwägungskriterien gemäß § 24 StandAG“ (BGE 2020k) zu entnehmen. Gleiches gilt für die Ergebnisse aus der Anwendung der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien folgender Anlagen zu § 24 StandAG:

-        Anlage 3 (zu § 24) StandAG für identifizierte Gebiete im Wirtsgestein Tongestein und Steinsalz

-        Anlage 4 (zu § 24) StandAG für die identifizierten Gebiete im Wirtsgestein Tongestein und der Wirtsgesteinskonfiguration stratiformes Steinsalz

Die Bewertungen erfolgten für die Anlagen 3 und 4 (zu § 24 Abs. 3) StandAG für jedes identifizierte Gebiet individuell auf Basis gebietsspezifischer Informationen aus der Anwendung der Ausschlusskriterien, Mindestanforderungen oder Literaturwerten.

Der Salzstock Gorleben ist nach Anwendung der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien gemäß § 24 StandAG kein Teilgebiet geworden.

Im Zuge der Ermittlung von Teilgebieten gemäß § 13 StandAG konnten alle Gebiete in Deutschland in der notwendigen Tiefe mit den vorhandenen geologischen Daten bewertet werden. Dementsprechend ergaben sich keine „Gebiete, die aufgrund nicht hinreichender geologischer Daten nicht eingeordnet werden können“ (§ 13 Abs. 2 S. 4 StandAG).