Teilgebiet 067_00TG_159_00IG_S_s_z-ro

Übersichtskarte des Teilgebiets 067_00TG_159_00IG_S_s_z-ro

Übersichtskarte des Teilgebiets 067_00TG_159_00IG_S_s_z-ro

Charakteristika des Teilgebiets 067_00TG_159_00IG_S_s_z-ro

Charakteristika des Teilgebiets  067_00TG_159_00IG_S_s_z-ro
IG-Kennung 159_00IG_S_s_z-ro
Wirtsgesteinstyp und Konfiguration

Steinsalz in steiler Lagerung

Geographische Verortung

Das Teilgebiet befindet sich im Norden des Bundeslandes Niedersachsen.

Gesamtfläche 59 km²
geologische Charakteristika

Das Teilgebiet befindet sich im Zechstein / Rotliegend der Salzstruktur Altenbruch / Westerwanna / Alfstedt / Beverstedt und weist eine Mächtigkeit von 750 Metern auf. Das Teilgebiet befindet sich in einer Teufenlage von 730 Metern bis 1 500 Metern unterhalb der Geländeoberkante.

Geowissenschaftliche Abwägungskriterien (Anlagen 1 bis 11 (zu § 24) StandAG)

Erläuterung der Kriterien

Kriterium 1: Bewertung des Transportes radioaktiver Stoffe durch Grundwasserbewegungen im einschlusswirksamen Gebirgsbereich
(Anlage 1 (zu § 24) StandAG)

Kriterium 2: Bewertung der Konfiguration der Gesteinskörper
(Anlage 2 (zu § 24) StandAG) 

Kriterium 3: Bewertung der räumlichen Charakterisierbarkeit
(Anlage 3 (zu § 24) StandAG) 

Kriterium 4: Bewertung der langfristigen Stabilität der günstigen Verhältnisse
(Anlage 4 (zu § 24) StandAG) 

Kriterium 5: Bewertung der günstigen gebirgsmechanischen Eigenschaften
(Anlage 5 (zu § 24) StandAG) 

Kriterium 6: Bewertung der Neigung zur Bildung von Fluidwegsamkeiten
(Anlage 6 (zu § 24) StandAG) 

Kriterium 7: Bewertung der Gasbildung
(Anlage 7 (zu § 24) StandAG) 

Kriterium 8: Bewertung der Temperaturverträglichkeit
(Anlage 8 (zu § 24) StandAG) 

Kriterium 9: Bewertung des Rückhaltevermögens im einschlusswirksamen Gebirgsbereich
(Anlage 9 (zu § 24) StandAG) 

Kriterium 10: Bewertung der hydrochemischen Verhältnisse
(Anlage 10 (zu § 24) StandAG) 

Kriterium 11: Bewertung des Schutzes des einschlusswirksamen Gebirgsbereichs durch das Deckgebirge
(Anlage 11 (zu § 24) StandAG) 

Begründung der zusammenfassenden Bewertung:

Acht der elf Kriterien wurden nach dem Referenzdatensatz Steinsalz bewertet (BGE 2020b), dabei sind sechs Kriterien mit „günstig“ und zwei Kriterien mit „nicht günstig“ bewertet.

Den gebietsspezifisch bewerteten Kriterien kommt, im Vergleich zu den Referenzdatensätzen, in der jetzigen Phase des Standortauswahlverfahrens eine besondere Bedeutung zu. Eine individuelle Bewertung für jedes identifizierte Gebiet erfolgte für Steinsalz in steiler Lagerung für die Kriterien 2 (Konfiguration), 3 (Charakterisierbarkeit) und 11 (Deckgebirge). Das „Kriterium zur Bewertung der Konfiguration der Gesteinskörper“ sowie das „Kriterium zur Bewertung der räumlichen Charakterisierbarkeit“ wurden mit „günstig“ bewertet. Das „Kriterium zur Bewertung des Schutzes des einschlusswirksamen Gebirgsbereichs durch das Deckgebirge“ wurde mit „bedingt günstig“ bewertet. Diese Bewertung ergibt sich aus der bedingt günstigen Bewertung des Indikators „Keine Ausprägung struktureller Komplikationen (zum Beispiel Störungen, Scheitelgräben, Karststrukturen) im Deckgebirge, aus denen sich subrosive, hy-draulische oder mechanische Beeinträchtigungen für den einschlusswirksamen Gebirgsbereich ergeben könnten“.

Daten zu Scheitelstörungen liegen zum jetzigen Zeitpunkt nicht flächendeckend vor. Bei vollständiger Datenabdeckung wäre ein Auftreten von Scheitelstörungen auf allen Salzstrukturen aufgrund der Tektonik zu erwarten. Entsprechend dem Vorgehen bei den Ausschlusskriterien wird auch hier angenommen, dass Scheitelstörungen am Strukturtop des Salzstockes enden (BGE 2020h).

Die Anwendung der geowissenschaftlichen Abwägungskriterien lässt daher eine günstige geologische Gesamtsituation für die sichere Endlagerung radioaktiver Abfälle erwarten.

Weitere Informationen finden sich in BGE (2020k) sowie BGE (2020b).