Glossar

Hier finden Sie die wichtigsten Begriffe zum Standortauswahlverfahren.
Quelle: Das Glossar wurde von der Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) zur Verfügung gestellt.

A

  • Abfälle, radioaktive: Bei radioaktiven Abfällen handelt sich um radioaktive Stoffe, die nach ihrer Nutzung nicht mehr benötigt werden und geordnet zu beseitigen sind. Das trifft zum Beispiel für verbrauchte Brennelemente aus den Kernkraftwerken zu. Ebenso fallen zum Beispiel Prüfstrahler aus industriellen Messeinrichtungen zur Erfassung von Füllständen darunter sowie zahlreiche radioaktive Stoffe aus Laboren, Betrieben oder auch von Krankenhäusern.

  • Äquivalentdosis: Produkt aus der Energiedosis im ICRU-Weichteilgewebe und dem Qualitätsfaktor Q der ICRU nach Anlage 18 Teil D der Strahlenschutzverordnung, der die Einflüsse der Strahlungsart und der Strahlungsenergie berücksichtigt. Beim Vorliegen mehrerer Strahlungsarten und Strahlungsenergien ist die gesamte Äquivalentdosis die Summe ihrer ermittelten Einzelbeiträge.

  • Aktivität: Die Zahl der je Sekunde in einer radioaktiven Substanz zerfallenden Atomkerne.

  • Auslegung: Umsetzung von sicherheitstechnischen Anforderungen, bei deren Einhaltung die nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderliche Vorsorge gegen Schäden durch die Errichtung und den Betrieb einer kerntechnischen Anlage getroffen ist (§ 7 Abs. 2 Nr. 3 Atomgesetz), um die im Atomgesetz und in der Strahlenschutzverordnung festgelegten und in 50 Sicherheitskriterien und Leitlinien konkretisierten Schutzziele zu erreichen.

  • Auslegungsüberschreitendes Ereignis: Auslegungsüberschreitende Ereignisse sind solche Ereignisse, die in der Auslegung der kerntechnischen Anlage nicht mehr abgedeckt werden. Hieraus können sich System- oder Komponentenausfälle entwickeln. Im Rahmen der Genehmigung von Anlagen nach Atomgesetz ist eine Darlegung von vorgesehenen Vorsorgemaßnahmen, einschließlich vorgesehener Maßnahmen zum Ausschluss oder zur Begrenzung von Auswirkungen auslegungsüberschreitender Ereignisabläufe erforderlich. Barrieren Sind alle geologischen, technischen und geotechnischen Einheiten, die in einem Endlagersystem eine Ausbreitung von Radionukliden be- oder verhindern.

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B

  • Barrieren: Sind alle geologischen, technischen und geotechnischen Einheiten, die in einem Endlagersystem eine Ausbreitung von Radionukliden be- oder verhindern.

  • Bergung: Ungeplantes Herausholen von radioaktiven Abfällen aus einem Endlager.

  • Betriebsphase: Die Betriebsphase umfasst den Zeitraum der Einlagerung der hochradioaktiven Abfälle einschließlich der Zeiträume für das Auffahren und für das Verfüllen von Einlagerungsbereichen.

  • Betriebsplan: Zur Genehmigung der Errichtung und Betrieb eines Endlagerbergwerks ist der zuständigen Zulassungsbehörde vom Betreiber ein Betriebsplan vorzulegen. Das Betriebsplanverfahren ist ein im Bergbau angewandtes Genehmigungsverfahren, das im Bundesberggesetz geregelt ist.

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D

  • Deckgebirge: Der Teil des Gebirges oberhalb des einschlusswirksamen Gebirgsbereichs und bei Endlagersystemen, die auf technischen und geotechnischen Barrieren beruhen, oberhalb des Einlagerungsbereichs.

  • Dosisrichtwert: Eine effektive Dosis oder Organ-Äquivalentdosis, die bei der Planung und der Optimierung von Schutzmaßnahmen für Personen in geplanten Expositionssituationen als oberer Wert für die in Betracht zu ziehende Exposition dient.

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E

  • Einlagerungsbereich: Der räumliche Bereich des Gebirges, in den die radioaktiven Abfälle eingelagert werden sollen; falls das Einschlussvermögen des Endlagersystems wesentlich auf technischen und geotechnischen Barrieren beruht, zählt hierzu auch der Bereich des Gebirges, der die Funktionsfähigkeit und den Erhalt dieser Barrieren gewährleistet.

  • Einschlusswirksamer Gebirgsbereich: Der Teil eines Gebirges, der bei Endlagersystemen, die wesentlich auf geologischen Barrieren beruhen, im Zusammenwirken mit den technischen und geotechnischen Verschlüssen den sicheren Einschluss der radioaktiven Abfälle in einem Endlager gewährleistet.

  • Endlager: Nach Atomgesetzes genehmigte Anlage des Bundes zur Einlagerung radioaktiver Abfälle.

  • Endlagerbehälter: Behälter zur Aufnahme von endzulagernden radioaktiven Abfällen.

  • Endlagerbereich: Der Gebirgsbereich, in dem ein Endlagersystem realisiert ist oder realisiert werden soll.

  • Endlagerbergwerk: Zur Endlagerung von radioaktiven Abfällen in tiefen geologischen Formationen wird ein Endlagerbergwerk errichtet und die Abfälle eingelagert. Danach wird es dauerhaft verschlossen. Geologische und technische Barrieren, die die Abfälle umschließen, sollen sie über Jahrtausende sicher abschirmen.

  • Endlagergebinde: Einheit aus radioaktivem Abfall und Endlagerbehälter, die endgelagert werden soll.

  • Endlagersystem: Das den sicheren Einschluss der radioaktiven Abfälle durch das Zusammenwirken der verschiedenen Komponenten bewirkende System, das aus dem Endlagerbergwerk, den Barrieren und den das Endlagerbergwerk und die Barrieren umgebenden oder überlagernden geologischen Schichten bis zur Erdoberfläche besteht, soweit sie zur Sicherheit des Endlagers beitragen.

  • Endlagertechnik: Die Endlagertechnik befasst sich mit der Transport- und Handhabungstechnik, der Einlagerungs- und Rückholungstechnik, der Verfüll- und Verschlusstechnik sowie der betrieblichen Sicherheitstechnik.

  • Endlagerung: Die Einlagerung radioaktiver Abfälle in eine Anlage des Bundes nach Atomgesetz (Endlager), wobei eine Rückholung nicht beabsichtigt ist.

  • Endlagerungsbedingungen: Aus den sicherheitsanalytischen Untersuchungen und unter Berücksichtigung von standortspezifischen Gegebenheiten ergeben sich Anforderungen an endzulagernde Abfallgebinde. Diese Anforderungen werden in den Endlagerungsbedingungen formuliert.

  • Erkundung: Die über- und untertägige Untersuchung des Untergrundes auf seine Eignung zur Einrichtung eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle.

  • Erkundungsbohrung: Bohrung zur Erkundung im Rahmen der über- und untertägigen Untersuchung des Untergrundes auf seine Eignung zur Einrichtung eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle.

  • Erkundungsprogramme: Die Gesamtheit der nach § 15 Absatz 4 und § 17 Absatz 4 des Standortauswahlgesetzes für die über- und untertägige Erkundung vorzusehenden Maßnahmen, die dazu dienen, die standortbezogenen geowissenschaftlichen Daten zu ermitteln, welche für die erneute Anwendung der geowissenschaftlichen Anforderungen und Kriterien und zur Durchführung der vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen jeweils erforderlich sind.

  • Erosion: Oberbegriff für alle zur Abtragung der Erdoberfläche beitragenden Vorgänge, die Boden- und Gesteinsmaterial aus ihrem Verband lockern, lösen und verlagern, z. B. durch Wasser, Wind oder Gletscher.

  • Errichtungsphase: Die Errichtungsphase beginnt mit der Festlegung des Endlagerkonzepts und ist mit der Errichtung des Endlagers durch die Inbetriebnahme beendet.

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F

  • Formation: Einheit genetisch zusammengehöriger Gesteinsverbände, im früheren Sprachgebrauch mit zeitlicher Einordnung verbunden

  • Freisetzung radioaktiver Stoffe: Das Entweichen radioaktiver Stoffe aus den vorgesehenen Umschließungen in die Anlage oder Umgebung.

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G

  • Gebiete: Sämtliche hinsichtlich ihrer Eignung als Endlagerstandort zu bewertenden räumlichen Bereiche innerhalb Deutschlands; ein Gebiet umfasst die übertägigen Flächen und die darunterliegenden untertägigen Gesteinsformationen.

  • Gebirgsdurchlässigkeit: Die Gebirgsdurchlässigkeit setzt sich aus der Durchlässigkeit der Gesteinsporen und der Durchlässigkeit des Trennflächengefüges (z. B. Schichtflächen und Klüfte) zusammen.

  • Geodaten: Geodaten sind Daten mit Raumbezug. Sie sind rechnerlesbare Informationen über Geländeform, Gegebenheiten und Gegenstände mit räumlichem Bezug zur Erdoberfläche. Geodaten bestehen aus Geometrie- und den zugehörigen Sachdaten. Sie bilden die Grundlage für die Erstellung von Karten und Plänen.

  • Geologische Barrieren: Geologische Einheiten, die eine Ausbreitung von Radionukliden be- oder verhindern.

  • Geosynthese: Dokumentation und Interpretation aller geowissenschaftlichen Informationen zu einem Untersuchungsraum zur konsistenten Darstellung insbesondere der für die Sicherheit des Endlagers relevanten geowissenschaftlichen Gegebenheiten.

  • Grenzüberschreitende Umweltauswirkungen: Umweltauswirkungen eines Vorhabens in einem anderen Staat.

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H

  • Hüllfläche: Die Hüllfläche ist eine Modellfläche aus geologischen 3D-Modellen, die einen geologischen Körper (z. B. Salzdiapir) abbildet bzw. umhüllt.

  • Hutgestein: Gestein, das über Salzgesteinen beim Kontakt mit (salz)ungesättigten Wässern entsteht. Steigt Salz im Verlauf der Salzstockbildung auf, kann es bis in grundwasserführende Schichten gelangen. Bei Kontakt mit dem Grundwasser werden die Salzbestandteile aufgelöst. Zurück bleiben die wasserunlöslichen Bestandteile, insbesondere Gips. Diese bilden oberhalb des Salzspiegels (oberste, meist horizontale Begrenzungsfläche eines Salzstockes) das Hutgestein.

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I

  • Impaktereignis: Ein Impaktereignis ist ein Einschlagereignis meist großer Meteorite auf der Erdoberfläche, dem Mond oder anderen Planeten. Dieses Einschlagereignis hinterlässt als geologische Strukturen konzentrische Vertiefungen in Form von Meteoritenkratern.

  • Inbetriebnahme: Inbetriebnahme der Anlage durch die Einlagerung von Abfallgebinden nach Gesamtabnahme.

  • Integrität: Ist der Erhalt der für den sicheren Einschluss der radioaktiven Abfälle relevanten Eigenschaften der Barrieren des Endlagersystems.

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K

  • Kalterprobung: Nachweis der Funktionsfähigkeit der Vorrichtung vor Inbetriebnahme unter betriebsnahen Bedingungen gegenüber der atomrechtlichen Aufsicht.

  • Karst: Der Begriff Karst steht für die Gesamtheit der Formen von durchlässigen, wasserlöslichen Gesteinen (z. B. Kalkstein, Gips, Salze), die durch Oberflächen- und Grundwasser ausgelaugt werden. Durch Lösungsvorgänge kommt es zu charakteristischen Karsterscheinungen.

  • Kernbrennstoffe: Kernbrennstoffe sind besondere spaltbare Stoffe in Form von
    1) Plutonium 239 und Plutonium 241
    2) mit den Isotopen 235 und 233 angereichertem Uran
    3) jedem Stoff, der einen oder mehrere der in den Nummern 1
    und 2 genannten Stoffen enthält
    4) Stoffen, mit deren Hilfe in einer geeigneten Anlage eine sich
    selbst tragende Kettenreaktion aufrecht erhalten werden kann.

  • Kerntechnische Anlage: Ortsfeste Anlagen zur Erzeugung oder zur Bearbeitung oder Verarbeitung oder zur Spaltung von Kernbrennstoffen oder zur Aufarbeitung von Kernbrennstoffen, Aufbewahrungen von Kernbrennstoffen, Zwischenlagerungen radioaktiver Abfälle.

  • kf-Wert: Der kf-Wert quantifiziert die Wasserdurchlässigkeit von Gesteinen. Dieser Durchlässigkeitsbeiwert ist abhängig von den physikalischen Eigenschaften des Wassers (Dichte, Viskosität, Temperatur) und den Eigenschaften des Gesteins (Poren, Klüfte).

  • Kokille: In der Kerntechnik Bezeichnung für einen eingeschmolzenen, verglasten Block hochradioaktiven Abfalls einschließlich seiner gasdicht verschweißten Metallumhüllung aus korrosionsbeständigem Stahl.

  • Konditionierung: Behandlung und endlagergerechte Verpackung radioaktiver Abfälle, so dass die so entstehenden Abfallprodukte die Anforderungen der Endlagerungsbedingungen erreichen.

  • Konvergenz: Natürlicher Prozess der Volumenreduzierung von untertägigen Hohlräumen infolge Verformung bzw. Auflockerung auf Grund des Gebirgsdrucks.

  • Kritikalitätsausschluss: In einem Endlager für hoch radioaktive Abfälle muss ausgeschlossen werden, dass sich das eingelagerte spaltbare Material in einer kritischen Anordnung sammelt. Diese Kritikalität kann nur auftreten, wenn eine genügend große Menge an spaltbarem Material in Gegenwart einer ausreichenden Menge Wasser (oder einem anderen Neutronen-Moderator) vorhanden ist. Kritische Anordnungen müssen für alle als wahrscheinlich oder weniger wahrscheinlich eingestuften Szenarien ausgeschlossen werden.

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L

  • Langzeitsicherheit: Ist der dauerhafte Schutz von Mensch und Umwelt vor Schäden durch ionisierende Strahlung radioaktiver Abfälle.

  • Langzeitsicherheitsnachweis: Der Langzeitsicherheitsnachweis hat im Rahmen des Genehmigungsverfahrens den Nachweis zu erbringen, dass der sichere Verbleib der eingelagerten radioaktiven Abfälle über den erforderlichen Zeitraum gewährleistet ist.

  • Lithologie: Mit Hilfe der Lithologie werden die Gesteine und ihre mit bloßem Auge erkennbaren Eigenschaften beschrieben, wobei häufig die mineralische Zusammensetzung und Textur eines Gesteins als dessen Lithologie bezeichnet wird.

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N

  • Nachbetriebsphase: Mit der Stilllegung des Endlagers beginnt die Nachbetriebsphase. Eine Rückholung der eingelagerten Abfallbehälter mit radioaktiven Abfällen ist nicht mehr vorgesehen. Durch die Stilllegung wird der über den gesamten Bewertungszeitraum passiv sichere Zustand hergestellt.

  • Nachweisführung: Zur Nachweisführung verpflichtet sind Abfallerzeuger, Abfallbeförderer und Abfallentsorger, soweit eine Pflicht zur Führung von Nachweisen nach
    1) § 50 Absatz 1 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes über die Entsorgung gefährlicher Abfälle oder
    2) § 51 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 des Kreislaufwirtschaftsgesetzes über die Entsorgung nicht gefährlicher Abfälle auf Anordnung der zuständigen Behörde besteht.

  • Nachweiszeitraum: Ist der Zeitraum, für den die Langzeitsicherheit des Endlagers nachzuweisen ist.

  • Niveauschnitt: Ein Niveauschnitt bildet die geologischen Verhältnisse in einer bestimmten Tiefe ab.

  • Nukleare Sicherheit: Das Erreichen und Aufrechterhalten ordnungsgemäßer Betriebsbedingungen, die Verhütung von Unfällen und die Abmilderung von Unfallfolgen, so dass Leben, Gesundheit und Sachgüter von den Gefahren der Kernenergie und der schädlichen Wirkung ionisierender Strahlung geschützt werden.

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O

  • Oberflächenkontamination: Verunreinigung einer Oberfläche mit radioaktiven Stoffen, die die nicht festhaftende, die festhaftende und die über die Oberfläche eingedrungene Aktivität umfasst. Die Einheit der Messgröße der Oberflächenkontamination ist die flächenbezogene Aktivität in Becquerel pro Quadratzentimeter.

  • Offenhaltungsbetrieb: Der Offenhaltungsbetrieb ist der einlagerungsfreie Betrieb eines Endlagers unter Aufrechterhaltung sämtlicher Vorkehrungen zum Strahlenschutz und der bergrechtlichen Sicherheit.

  • Ortsdosis: Äquivalentdosis, gemessen mit den in Anlage 18 Teil A der Strahlenschutzverordnung angegebenen Messgrößen an einem bestimmten Ort.

  • Ortsdosisleistung: In einem bestimmten Zeitintervall erzeugte Ortsdosis, geteilt durch die Länge des Zeitintervalls.

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P

  • Personendosis: Äquivalentdosis, gemessen mit den in Anlage 18 Teil A der Strahlenschutzverordnung angegebenen Messgrößen an einer für die Exposition repräsentativen Stelle der Körperoberfläche.

  • Petrographie: Die Petrographie ist ein Zweig der Geowissenschaften, der sich mit dem natürlichen Vorkommen, der Beschreibung und der systematischen Klassifikation der Gesteine befasst. Sie bildet ein Teilgebiet der Petrologie, welche wiederum die geologischen Verbandsverhältnisse der Gesteine im Gelände, ihre mineralogische und chemische Zusammensetzung, ihr Gefüge und ihre Entstehung untersucht.

  • Planfeststellungsbeschluss: Der Planfeststellungsbeschluss ist ein Verwaltungsakt, mit dem durch die Planfeststellungsbehörde die Zulässigkeit eines Vorhabens unter Einschluss aller sonst erforderlichen Genehmigungen, Erlaubnisse usw. festgestellt wird.

  • Planfeststellungsverfahren: Förmliches Verwaltungsverfahren (Planfeststellungsverfahren), in dem der (Bau-) Plan für ein konkretes Vorhaben verbindlich festgelegt wird. Das Verfahren beginnt mit der Vorlage des Planentwurfs durch den Träger des Vorhabens. Es folgt ein Anhörungsverfahren. Nach Abwägung aller Belange durch die Planfeststellungsbehörde wird das Verfahren mit dem Planfeststellungsbeschluss abgeschlossen.

  • Produktkontrolle: Zur Gewährleistung der Sicherheit werden die beladenen Behälter vor der Endlagerung diversen Prüfverfahren unterzogen. Im Rahmen der Produktkontrolle wird überprüft, ob die Abfälle entsprechend der geltenden Endlagerungsbedingungen verpackt sind.

  • Prozessierte Daten: Von der BGE bearbeitete Originaldaten; Beispielsweise 2D-Projektionen der Verläufe von abgelenkten Bohrungen.

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R

  • Radioaktive Stoffe: Kernbrennstoffe oder sonstige radioaktive Stoffe, die ein oder mehrere Radionuklide enthalten und deren Aktivität nicht außer Acht gelassen werden kann.

  • Radionuklidinventar: Radionuklide und entsprechende Aktivitäten, die z. B. in einem Abfallgebinde (endzulagernde Einheit aus Abfallprodukt und Abfallbehälter) oder in einer Einlagerungskammer enthalten sind.

  • Relevanter Expositionspfad: Von den möglichen Wegen der radioaktiven Stoffe von der Ableitung aus einer Anlage oder Einrichtung über einen Ausbreitungsoder Transportvorgang bis zu einer Strahlenexposition des Menschen werden die als relevant bezeichnet, die nach heutigem Kenntnisstand entweder durch Inkorporation (über Ernährungsketten), durch Inhalation oder durch externe Bestrahlung nennenswert zur Strahlenexposition eines Menschen beitragen können.

  • Reversibilität: Die Möglichkeit der Umsteuerung im laufenden Verfahren zur Ermöglichung von Fehlerkorrekturen.

  • Robustheit: Die Unempfindlichkeit der Sicherheitsfunktionen des Endlagersystems und seiner Barrieren gegenüber inneren und äußeren Einflüssen und Störungen.

  • Rückholbarkeit: Die geplante technische Möglichkeit zum Entfernen der eingelagerten Abfallbehälter mit radioaktiven Abfällen während der Betriebsphase.

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S

  • Safety Case: Gemäß der Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) handelt es sich beim Safety Case um die Sammlung von Argumenten und Beweisen zur Demonstration der Sicherheit einer Anlage. Der Safety Case ist dabei mehr als die letztlich für einen Genehmigungsantrag eingereichten Nachweise, sondern vielmehr eine während der Lebensdauer eines Projektes fortgeschriebene Sammlung entsprechender Argumente und Beweise, auf deren Basis im gesamten Projektverlauf Entscheidungen getroffen, gerechtfertigt und dokumentiert werden.

  • Salzdiapir: Als Salzdiapir oder auch Salzstock oder Salzdom werden Salzmassen mit meist rundlicher oder elliptischer Struktur bezeichnet, die in Schwächezonen der Erdkruste aufsteigen und überlagernde Schichten durchbrechen.

  • Salzschwebe: Die Salzschwebe oder auch Hangendschwebe beschreibt einen horizontalen Sicherheitspfeiler zwischen dem betrachteten Bereich des Salzstocks und dem Salzspiegel.

  • Salzspiegel: Trennfläche zwischen Salzstruktur und Hutgestein. Durch Ablaugen von Salz durch das Grundwasser (Subrosion) über der Salzstruktur entstandene, mehr oder weniger horizontale Fläche im Untergrund. Schwerlösliche Bestandteile aus den Salzfolgen bleiben als Gipshut über dem Salzspiegel zurück.

  • Schutzgüter: Bei Schutzgütern handelt es sich um:
    1) Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit,
    2) Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt,
    3) Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft,
    4) kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter sowie
    5) die Wechselwirkung zwischen den vorgenannten Schutzgütern

  • Seismik: Verfahren der Angewandten Geophysik: Künstlich erzeugte Schallwellen erzeugen ein Echo von den verschiedenen Gesteinsschichten des Untergrundes. Die reflektierten Echo-Signale werden an der Oberfläche mit Hilfe von Geophonen registriert. Die Interpretation der Ergebnisse liefert im Optimalfall ein detailliertes Bild des Untergrundes unterhalb der vermessenen Fläche.

  • Sicherer Einschluss: Der sichere Einschluss ist ein Zustand, bei dem es allenfalls zur Freisetzungen von Radionukliden aus dem einschlusswirksamen Gebirgsbereich (ewG) kommt, die gemäß Sicherheitsanforderungen des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit die aus der natürlichen Strahlenexposition resultierenden Risiken nur sehr wenig erhöhen. Im Bericht der Endlagerkommission wird außerdem der Begriff des vollständigen Einschlusses der radioaktiven Abfälle verwendet.

  • Sicherheitsanforderungen: Die nach § 26 Absatz 3 des Standortauswahlgesetzes durch Rechtsverordnung zu erlassenden Bestimmungen, die festlegen, welches Sicherheitsniveau ein Endlager für hochradioaktive Abfälle in tiefen geologischen Formationen zur Erfüllung der atomrechtlichen Anforderungen einzuhalten hat.

  • Sicherheitsfunktion: Ist eine Eigenschaft einer Komponente des Endlagersystems oder ein im Endlagersystem ablaufender Prozess, die oder der sicherheitsrelevante Anforderungen an ein sicherheitsbezogenes System oder Teilsystem oder an eine Einzelkomponente erfüllt.

  • Sozioökonomische Potenzialanalyse: Ist ein Instrument zur Feststellung des sozioökonomischen Status Quo in den betroffenen Standortregionen im Interesse der dortigen Bevölkerung gegenüber dem Vorhabenträger. Ihre Ergebnisse werden im Rahmen der Abwägung zwischen den Standortregionen berücksichtigt. Sie bildet die Grundlage für die zukünftige Kompensation sozioökonomischer Nachteile der letztlich den Standort bereitstellenden Region und steht damit im Zusammenhang mit einer möglichst gerechten Verteilung der Lasten.

  • Spezifische Aktivität: Verhältnis der Aktivität eines Radionuklids zur Masse des Materials, in dem das Radionuklid verteilt ist. Bei festen radioaktiven Stoffen ist die Bezugsmasse für die Bestimmung der spezifischen Aktivität die Masse des Körpers oder Gegenstandes, mit dem die Radioaktivität bei vorgesehener Anwendung untrennbar verbunden ist. Bei gasförmigen radioaktiven Stoffen ist die Bezugsmasse die Masse des Gases oder des Gasgemisches.

  • Standort-Zwischenlager: Einrichtungen, in denen verbrauchte Brennelemente am Standort eines Kernkraftwerks bis zur endlagergerechten Konditionierung in geeigneten Transport- und Lagerbehältern aufbewahrt werden. Die Lagerdauer ist für maximal 40 Jahre ab Beladung des ersten Behälters vorgesehen.

  • Standortauswahlverfahren: Mit dem Standortauswahlverfahren soll in einem partizipativen, wissenschaftsbasierten, transparenten, selbsthinterfragenden und lernenden Verfahren für die im Inland verursachten hochradioaktiven Abfälle ein Standort mit der bestmöglichen Sicherheit für eine Anlage zur Endlagerung nach § 9a Absatz 3 Satz 1 des Atomgesetzes in der Bundesrepublik Deutschland ermittelt werden.

  • Standorte: Die nach § 16 Absatz 2 des Standortauswahlgesetzes zu ermittelnden Gebiete, die innerhalb der Standortregionen liegen und für die untertägige Erkundung zur Ermittlung ihrer Eignung als Endlagerstandort in Betracht kommen.

  • Standorterkundung: Zur Feststellung der Eignung eines Standortes in einer geologischen Formation für die Endlagerung radioaktiver Abfälle müssen unter Berücksichtigung des für die Einlagerung vorgesehenen Radionuklidinventars Erkundungsarbeiten sowohl von über als auch von unter Tage aus durchgeführt werden.

  • Standortregionen: Die nach § 14 des Standortauswahlgesetzes zu ermittelnden Gebiete, die innerhalb der Teilgebiete liegen und die für die übertägige Erkundung zur Ermittlung der in diesen Regionen liegenden möglicherweise geeigneten Endlagerstandorte in Betracht kommen.

  • Stilllegung: Die Stilllegung umfasst alle nach Einstellung der Einlagerung getroffenen Maßnahmen einschließlich Verschluss des Endlagers zur Herstellung eines wartungsfreien Zustandes, der die Langzeitsicherheit des Endlagers gewährleistet. Zur Stilllegung können schon während der Betriebsphase durchzuführende Maßnahmen (z. B. Verschlussbauwerke für befüllte Einlagerungsbereiche) gehören.

  • Störfall: Ereignisablauf, bei dessen Eintreten der Betrieb der kerntechnischen Anlage, der Anlage zur Erzeugung ionisierender Strahlung oder die Tätigkeit aus sicherheitstechnischen Gründen nicht fortgeführt werden kann und für den die kerntechnische Anlage oder die Anlage zur Erzeugung ionisierender Strahlung auszulegen ist oder für den bei der Tätigkeit vorsorglich Schutzvorkehrungen vorzusehen sind.

  • Störfallplanungswert: Endlager müssen, wie andere kerntechnische Anlagen auch, so geplant, errichtet und betrieben werden, dass während des Betriebs Störfälle ausgeschlossen oder in ihren Auswirkungen so
    begrenzt sind, dass entsprechende Schutzziele eingehalten sind. Durch Störfallplanungswerte wird die Strahlenexposition einer Person der Bevölkerung begrenzt; die Störfallplanungswerte beziehen sich auf die Planung (Feststellung ausreichender Vorsorge), stellen aber kein Schutzziel dar, das im Falle eines tatsächlichen Störfalls maßgeblich ist.

  • Strategische Umweltprüfung (SUP): Die Strategische Umweltprüfung (SUP) ergänzt die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP). Die SUP setzt früher an als die UVP. Während die UVP erst bei der Zulassung umwelterheblicher Vorhaben zum Einsatz kommt, wird die SUP bereits auf der Planungsebene durchgeführt, weil wichtige umweltbedeutsame Weichenstellungen oft bereits im Rahmen vorlaufender Pläne und Programme getroffen werden.

  • Stratigraphie: Teilgebiet der Historischen Geologie, das die zeitliche und räumliche Ordnung der Gesteine unter Berücksichtigung aller physikalischen und chemischen Grundmerkmale zum Ziel hat. Resultat ist eine geologische Zeitskala.

  • Subrosion: Unterirdische Lösungsverwitterung leicht löslicher Gesteine, vor allem von Salzen Tagesanlagen Über Tage befindliche technische Anlagen eines Bergwerks. Dazu zählen Aufbereitung, Materiallager, Werkstätten, Verladung und Verwaltungs- und Sozialgebäude, Infrastruktur und Rückstandshalden.

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T

  • Technische und geotechnische Barrieren: Künstlich erstellte Einheiten, die eine Ausbreitung von Radionukliden be- oder verhindern.

  • Teilgebiete: Die nach § 13 des Standortauswahlgesetzes zu ermittelnden Gebiete, die günstige geologische Voraussetzungen für die sichere Endlagerung hochradioaktiver Abfälle erwarten lassen.

  • Teufe: Bergmännisch für Tiefe unter Geländeoberkante.

  • Transportbehälter: In den gefahrgutrechtlichen Beförderungsvorschriften ist der Begriff „Transportbehälter“ nicht definiert. Er wird umgangssprachlich für die Verpackung bzw. das Versandstück verwendet. Daher wird im Zusammenhang mit der Bauart-Zulassung von Versandstücken zur Beförderung von radioaktiven Stoffen oder auch von der „Zulassung von Transportbehältern“ gesprochen. Strenggenommen handelt es sich aber um die Zulassung der Bauart von Versandstücken und nicht um die Zulassung einzelner Verpackungen bzw. Versandstücke. Allerdings hat sich dieser Begriff im Rahmen des Zulassungsverfahrens aus Gründen der Vereinfachung etabliert.

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Ü

  • Übertägige Erkundung: Untersuchung des Untergrundes von der Oberfläche auf seine Eignung zur Einrichtung eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle.

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U

  • Umweltauswirkungen: Unmittelbare und mittelbare Auswirkungen eines Vorhabens oder der Durchführung eines Plans oder Programms auf die Schutzgüter. Dies schließt auch solche Auswirkungen des Vorhabens ein, die aufgrund von dessen Anfälligkeit für schwere Unfälle oder Katastrophen zu erwarten sind, soweit diese schweren Unfälle oder Katastrophen für das Vorhaben relevant sind.

  • Umweltverträglichkeitsprüfung: Umweltprüfungen im Sinne des Gesetzes über die Umweltverträglichkeitsprüfung sind Umweltverträglichkeitsprüfungen und Strategische Umweltprüfungen. Als Einwirkungsbereich wird das geographische Gebiet festgelegt, in dem Umweltauswirkungen auftreten, die für die Zulassung eines Vorhabens relevant sind. Dabei werden entsprechende Schutzgüter betrachtet.

  • Untertägige Erkundung: Untersuchung des Untergrundes aus einem Erkundungsbergwerk auf seine Eignung zur Einrichtung eines Endlagers für hochradioaktive Abfälle Verfüllung Mit Verfüllung wird das Einbringen von Versatzmaterial in die Grubenbaue zur Verringerung des verbleibenden Hohlraumvolumens bezeichnet verglaste Abfälle Bei der Wiederaufarbeitung werden die abgebrannten Brennelemente durch einen chemischen Prozess mittels Salpetersäure in einzelne Komponenten aufgelöst. Uran und Plutonium werden zurückgewonnen. Aus ihnen fertigt man neue Brennelemente. Der Rest der Spaltstoffe wie z. B. Cäsium, Strontium, etc. wird mitsamt der Säure in flüssigem Glas gebunden. Das fertige Produkt bezeichnet man als Glaskokille. Diese zählt in die Kategorie des hochradioaktiven Abfalls.

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V

  • Verfüllung: Mit Verfüllung wird das Einbringen von Versatzmaterial in die Grubenbaue zur Verringerung des verbleibenden Hohlraumvolumens bezeichnet

  • Verglaste Abfälle: Bei der Wiederaufarbeitung werden die abgebrannten Brennelemente durch einen chemischen Prozess mittels Salpetersäure in einzelne Komponenten aufgelöst. Uran und Plutonium werden zurückgewonnen. Aus ihnen fertigt man neue Brennelemente. Der Rest der Spaltstoffe wie z. B. Cäsium, Strontium, etc. wird mitsamt der Säure in flüssigem Glas gebunden. Das fertige Produkt bezeichnet man als Glaskokille. Diese zählt in die Kategorie des hochradioaktiven Abfalls.

  • Verpackung: Gesamtheit der ein Abfallprodukt umschließenden nicht wiederverwendbaren Behälter.

  • Verschlusskonzept: An dem auszuwählenden Standort soll die Endlagerung in tiefen geologischen Formationen in einem für diese Zwecke errichteten Endlagerbergwerk mit dem Ziel des endgültigen Verschlusses erfolgen. Die Möglichkeit einer Rückholbarkeit für die Dauer der Betriebsphase des Endlagers und die Möglichkeit einer Bergung für 500 Jahre nach dem geplanten Verschluss des Endlagers sind vorzusehen. Hierzu ist ein entsprechendes Verschlusskonzept zu erstellen.

  • Vollständiger Einschluss: Dieser Zustand ist dadurch gekennzeichnet, dass es zu keiner Freisetzung von Radionukliden aus dem einschlusswirksamen Gebirgsbereich kommt.

  • Vorbetriebsphase: Als Vorbetriebsphase wird die Zeitspanne bezeichnet, in der diejenigen Arbeiten geleistet und diejenigen entsorgungsstrategischen und verfahrensbezogenen Entscheidungen getroffen werden, die vor dem Beginn der Betriebsphase liegen (müssen) und diese vorbereiten. Hierzu gehören insbesondere die Entwicklung der Entsorgungsoption, das Standortauswahlauswahlverfahren, das Genehmigungsverfahren sowie die Errichtung und die ggf. erforderliche Kalterprobung des Endlagers.

  • Vorkommnis: Ereignis in einer geplanten Expositionssituation, das zu einer unbeabsichtigten Exposition geführt hat, geführt haben könnte oder führen könnte. Kein Vorkommnis liegt vor, wenn das Ereignis für den Strahlenschutz nicht relevant ist.

  • Vorläufige Sicherheitsuntersuchungen: Die auf der Grundlage von § 27 des Standortauswahlgesetzes (StandAG) und einer Rechtsverordnung nach § 27 Absatz 6 StandAG durchzuführenden Untersuchungen, die in den Verfahrensschritten nach § 14 Absatz 1 StandAG auf Grundlage der erhobenen, bei den Behörden des Bundes und der Länder vorliegenden Daten, nach § 16 Absatz 1 StandAG auf Grundlage der Ergebnisse der übertägigen Erkundung und nach § 18 Absatz 1 StandAG auf Grundlage der Ergebnisse der untertägigen Erkundung sowie auf Grundlage des dem jeweiligen Verfahrensstand entsprechenden konkretisierten Endlagerkonzeptes anzufertigen sind.

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W

  • Wärmeentwickelnde Abfälle: Wärmeentwickelnde Abfälle umfassen die hochradioaktiven sowie teilweise die mittelradioaktiven Abfälle. Zu ihnen zählen insbesondere die verglasten Abfälle aus der Wiederaufarbeitung abgebrannter Brennelemente sowie die Brennelemente selbst. Diese Kategorie Abfall zeichnet sich zum einen durch eine hohe Aktivitätskonzentration und zum anderen durch hohe Temperaturen aus.

  • Weitere Barrieren: Sind die Barrieren, die zusätzlich zu den wesentlichen Barrieren und im Zusammenwirken mit ihnen eine Ausbreitung von Radionukliden be- oder verhindern.

  • Wesentliche Barrieren: Sind die Barrieren, auf denen der sichere Einschluss der radioaktiven Abfälle im Wesentlichen beruht.

  • Wirtsgestein: Die Einlagerung von hochradioaktiven Abfälle soll in Wirtsgesteinen erfolgen. Ein Wirtsgestein verfügt über Eigenschaften, die eine Ausbreitung von radioaktiven Stoffen (Radionukliden) möglichst dauerhaft verhindern. Zudem muss es hohen Temperaturen widerstehen, ohne seine Rückhaltefähigkeit nach Abkühlung zu verlieren und es sollte möglichst wenig durchlässig für Wasser oder Gas sein. Es gibt drei potenziell geeignete Wirtsgesteinstypen die hochradioaktiven Abfall dauerhaft von Mensch und Umwelt abschließen können: Steinsalz, Tongestein und Kristallingestein.

  • Wissenschaftsbasiertes Arbeiten: Grundlage für wissenschaftsbasiertes Arbeiten ist die fortlaufende Ermittlung und Berücksichtigung des aktuellen Stands von Wissenschaft und Technik. Durch das frühzeitige Aufgreifen neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse, technischer Innovationen und gesellschaftlicher Veränderungen können Kenntnislücken identifiziert und durch Forschung geschlossen werden.

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Z

  • Zwischenlagerung: Zeitlich befristete Lagerung bestrahlter Brennelemente oder radioaktiver Abfälle vor ihrer Endlagerung. Bestrahlte Brennelemente sollen in dezentralen Zwischenlagern an den Standorten
    der Atomkraftwerke aufbewahrt werden, und zwar bis zu ihrer endlagergerechten Konditionierung und späteren Endlagerung.

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